Siedlung Bekavci-Ivandić
In Donji Kričak ist eingutes Beispiel der typischen Volksbauweise.
Prosik
Gruselige Schlucht und Canyon im Steinplateau. Archäologische Ausgrabungen haben Spuren vom Balkanmenschen aus dem Neolithikum aus 6000 – 2000 v.Chr. hervorgebracht. Die volksnahe rurale Bauweise, Brunnen, Olivenmühlen und Brotofen machen diese Region, die immer wieder von Banditen heimgesucht wurde, einzigartig.
Zaveterje
Mit den Siedlungen Ursići, Brkulji, Tomaši, Drinova, Bartulovići – sind Siedlungen in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die bis heute erhaltenen wunderschönen Siedlungen bestehen aus Steinhäusern, die auf Stein und in Stein gebaut wurden. Die Siedlung Drinova, die schon vor langer Zeit verlassen wurde, begeistert mit reicher Architektur unweit der Paläontologischen Zone Drinova.
Napoleonstrasse
Die Franzosen bauen während ihrer Herrschaft (1808 – 1813) in kürzester Zeit die Straße quer durch ganz Dalmatien von Obrovac bis zur Bucht von Kotor. Die Strecke ist als Napoleonstraße oder Französische Straße bekannt. Sie wurde dank Napoleons Feldherr und Herzog von Dubrovnik Auguste Marmont angelegt. Heute ist er für viele seiner fortschrittlichen Maßnahmen, die er als Heeresführer Dalmatiens und Generalgouverneur der Illyrischen Provinzen auf dem kroatischen Gebiet gesetzt hat, bekannt. In dieser Region hätte die Straße über den Gebirgspass Nevista und Poletnice (Brela Gornja) das Küstenland von Makarska mit der französischen Straße verbinden sollen. Die Französische Straße verlief entlang der Strecke Zabiokovlje, Grabovac –Zagvozd, Župa -Rašćani. Einheimischewurden gezwungenem Bau der Straße mitzuarbeiten. Der Lohn wurde in Mahlzeiten abgegolten. Leider wurde dieser Teil der Straße, nachdem sich die Franzosen zurückgezogen hatten, nicht mehr abgeschlossen. Die wertvollen Überreste der Trockenmauer können heute unter den Gebirgspässen Nevista und Poletnica besichtigt werden.
Burgruine Des Herzogs
Auf dem Biokovo-Gebirge, über Brela und unter der Felswand, befindet sich eine Ruine, die im Volksmund auch als die Bastion des Herzogs bekannt ist. Das Bauwerk hatte nur eine obere Türe und ein Fenster. Der Weg zum Wehrturm war so angelegt, dass die Pflastersteine nebeneinander bepflastert waren und beim Betreten ein raschelndes Geräusch entstand. So konnte Herzog Stipan in der Bastion jeden Schritt hören. Die Türken wollten Stipan den Wehrturm wegnehmen, und haben ihn monatelang,in der Hoffnung ihn aushungern zu können, belagert. Denn sie konnten den Wehrturm nicht ungehört einnehmen. Eines Tages saß Herzog Stipan draußen und schnitt einen Käselaib auf. Da rollte die eine Hälfte des Käselaibes davon und landete bei den Türken. Die Türken aber zogen sich daraufhin zurück und sagten: „Wie sollen wir ihn mit Hunger zur Strecke bringen, wenn er uns mit Käse angreift.“ So sind die Türken von der Einnahme der Bastion von Stipan abgekommen.
Der Turm auf der Poletnica
Ist 387 m hoch und eine bedeutender historischer Ort, mit Überresten eines osmanischen Turms aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Er wird in mehreren Gefechten mit den Osmanen erwähnt. In einem der Türme starb Hasan-aga Arapović, der Ehegatte der Hasan-aginica aus der gleichnamigen volkstümlichen Ballade.
Die Kirche der Mutter Gottes von Karmel
Befindet sich in Soline, sie ist ein wertvolles Denkmal der Barockarchitektur, das sich gut in die Umgebung einfügt. Sie wurde 1715 errichtet, aus Dankbarkeit über den Sieg über die Türken, daher wird sie auch Kirche der siegbringenden Mutter Gottes genannt.
Die alte Kirche der Mutter Gottes vom Heil
Befindet sich in Gornja Brela, sie stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert, sie wird von rustikalen Formen des dalmatinischen Barock geprägt, der charakteristisch für das Hinterland Dalmatiens ist.
Die Kirche des Hl. Elias
Ist ein schlichtes Gotteshaus aus dem frühen 18. Jahrhundert mit Elementen der dörflichen Architektur.
Die Kirche des Hl. Nikolaus
Stammt noch aus der Zeit vor den Osmanen, sie ist rund 500 Jahre alt und thront auf einem 572 m hohen Hügel unter dem Bukovac. Der Hl. Nikolaus begleitete die Bewohner von Brela Jahrhunderte lang – bis vor kurzem – als Schutzpatron.
Die Kirche des Hl. Stephanus
Befindet sich in Donje Selo, sie wurde 1897 erbaut, an der Stelle, an der zuvor bereits zwei Mal ein Gotteshaus errichtet worden war. Das moderne Gebäude ist von hohem kulturellem Wert. Der Hl. Stephanus ist Schutzpatron der Gemeinde Brela.
Die neue Kirche der Mutter Gottes vom Heil
Ist die Pfarrkirche von Gornja Brela. Sie wurde 1939 erbaut.
Kapelle Hl. Kajo
Befindet sich in Nevista und wird bereits 1768 erwähnt. Mehrere Legenden handeln von der Kapelle. Vom Sattel in Richtung Westen wurde ein Kreuz mit über 1,5 m Höhe aufgestellt, da dort die Muttergottes gesichtet wurde. Die Muttergottes warnte die Bewohner Brelas vor dem Einfall der Senjer. Die Muttergottes warnte nicht nur die Bewohner Brelas, sondern rettete diese auch, in dem sie die Senjer mit einem Speer tötete. Heute können die Gräber und ein Teil der Französischen Straße unter der Kapelle des Hl. Kajo besichtigt werden. Dieses Kreuz wurde beim Eintreten und Verlassen bzw. bei jedem Passieren der Kapelle des Hl. Kajo geküsst. Über dem Hl. Kajo befindet sich eine Tafel in Form eines Rades. Die Alten haben den Kindern das Überqueren verboten, da hier die Feen getanzt haben und die Bewohner Angst hatten, dass die Kinder entführt werden würden.
Die Kapelle des Hl. Rochus in Donje Selo
Neben der Kirche des Hl. Stephanus (Sv. Stjepan), wurde 1856 errichtet.
Die Kapelle Muttergottes in Dubci
Wurde 1870 errichtet. Sie befand sich auf dem Gebirgspass und wurde im Zuge des Straßenbaus umgesiedelt.
Biokovo-Gebirge
Der älteste Name für das Biokovo-Gebirge kommt aus dem Griechischen und lautet Adrion. Das Gebirge teilt Dalmatien auf das Küstenland und Hinterland. Der höchste Gipfel des Biokovo-Gebirges ist Sv. Jure (1762 m). Das Gebirge ist für seine vielfältige Flora bekannt, welche 2274 Pflanzenarten, inklusive endemische Arten, umfasst. Die bekannteste endemische Pflanze ist die Becherglocke von Biokovo. Die Tierwelt weist ebenfalls eine hohe Vielfalt auf, sodass Wölfe(Canis Lupus) und Wildschweine (Sus crofa) heimisch sind. Seit 1964 sind Balkangämse (Rupicapra rupicapra balcanica L.) sowie seit 1968 die Mufflons(Ovis orientalis musimon Pallas) wieder angesiedelt. Im Biokovo-Gebirge sind der Steinadler, Schlangenadler, Felsenrebhuhn, Fuchs so wie viele andere Tierarten zu Hause. Eine Giftschlange des Gebirges ist die Hornotter. Der botanische Garten in Kotišina ist einen Besuch wert. Das Biokovo-Gebirge wurde 1981 zum Naturpark ernannt und ist im Teil bei Brela am schönsten.
Schauzentrum Brela Gornja
Besuchen Sie die Ausstellung Biokovo, die in kroatischer und englischer Sprache konzipiert wurde. Der Schauraum befindet sich im Gebäude, welches 1908 von den Brüdern Bekavac gebaut wurde.
Nevistina stina
Der Volksmund erzählt von einer Legende über eine große Liebe. Die Verliebten wurden aber vom bösen Schicksal zu Stein verwandelt und stehen heute an der Stelle der Nevistina Stina. Nevistina Stina ist auch ein Gebirgspass, der die einzige Verbindung zwischen dem Küstenland und dem Hinterland Zabiokovlje darstellt. Hier befindet sich ein wunderschöner Aussichtsturm.
Die Legende erzählt von einer jungen Frau, die von „oben“ kam, wahrscheinlich war damit das dalmatinische Hinterland gemeint. Sie sollte einen jungen Mann aus dem Küstenland heiraten. Die Mutter der Braut war aber gegen diese Liebe und sowieso gegen eine Trauung bei der die Familie nicht den Bräutigam bestimmen konnte. Vielleicht war aber auch das Problem die ärmliche Herkunft des Bräutigams aus dem Küstengebiet. Beim Abschied verfluchte die Mutter die Tochter mit den Worten: Wenn du das Meer gesehen, mögest du in Stein erstarren! Trotz der furchterregenden Worte zog die Hochzeitsgesellschaft geführt von der Braut und dem Bräutigam zu Pferde davon. Keiner ahnte wie stark der Fluch der Mutter war. Als die fröhliche Hochzeitsgesellschaft den Gipfel des Berges über Brela erreicht hatte, bewahrheitete sich der Fluch. Heute bezeugen die Felsen in Form der Brautleute auf dem Pferd sowie des Hochzeitsbrotes und der Fässer von dem Ereignis. Wenn man genau hinschaut, kann man den Brautschleier, der in diesem Moment vom Wind weggeweht wurde, sehen. Selbst die Hochzeitsgesellschaft ist zu sehen. Heute ist die Felsenlandschaft schwieriger zu finden, wenn man nicht genau schaut, da sie ein seit Jahrzehnten wachsender Kiefernholzwald versteckt.
Der Strand Dugi rat
Einer der schönsten Kieselsandstrände weltweit, befindet sich am Horn, versteckt von einem Kiefernwald. Die amerikanische Zeitschrift Forbes hat im Jahre 2004 diesen Strand zum schönsten Strand Europas gewählt. Weltweit erlangte der Strand den 6. Platz. Der Strand ist Gewinner zahlreicher Preise in Kroatien.
Kamen Brela
das ist die Bezeichnung des berühmten Felsen, der vor langer Zeit vom Gebirge Biokovo in das Meer runtergewälzt ist. Der Felsen wurde am Strand Dugi Rat (früher Punta Rata) umringt von Kieferbäumen, die aus dem Meer empor ragen, zum Wahrzeichen Brelas. Der Felsen ist abgesehen davon ein geschütztes Naturdenkmal.
Die Pozjata-Höhle
Ist eine große Höhle, die in vergangenen Zeiten Hirten, Bauern, Jägern und anderen Schutz vor Unwetter bot, das sich in dieser Gegend häufig und unerwartet plötzlich aufziehen kann. In der warmen Jahreszeit wurde sie von Groß- und Kleinvieh als Unterkunft benutzt. Die Höhle lässt sich von mehreren Richtungen aus erreichen: Von Šute aus nach Rastovac über Kala, von Topići über Topola, von G. Brela über Bukovac und Bartulović als kürzestem Wanderweg, der beschildert ist.
Zmajevača-Höhle
Die Höhle ist für alle Naturliebhaber frei zugänglich. Der Eingang ist nur 70 cm breit und für den Abstieg ist es empfehlenswert, ein Seil und Beleuchtung mitzunehmen. Das Innere der Höhle beeindruckt mit der Schönheit von Stalagtiten, emporwachsenden Pfählen und Sinterwänden.
Die Zmajevač-Höhle gilt als ungewöhnliche und interessante Höhle, da sie eine große Öffnung hat, eine Fläche von 1.400 qm und eine Tiefe von 162 m. In der Tiefe der Höhle befindet sich ein großer Raum mit einem Ausmaß von 70 x 35 m. Dieser ist besonders interessant, da man sogar bei Tageslicht tief in ihn hinabsteigen kann.
Šuplja stina oder "Das auge vom Biokovo"
Ist über Brela am Gipfel gelegen. Es handelt sich hier um ein natürliches Phänomen, durch welches man einen atemberaubenden Blick auf Brela hat. Der Felsen in Form eines übergroßen Auges schaut auf das Küstenland mit einem wachenden Blick. Der Besuch „des Auges“ lohnt sich und das zeigen auch die Fotos.
Bukovac (1290 m)
Einer der Gipfel des Biokovo-Gebirges über Brela. Aus Gornja Brela dauert der Aufstieg ungefähr drei Stunden. Vom Gipfel hat man einen schönen Blick auf Makarska und die Riviera von Omiš sowie das Zentralmassiv des Biokovo-Gebirges. Hier, in Seehöhe von 1030 m, wurde ein Schutzhaus errichtet. Nach Absprache mit dem Bergsteigerverein Pozjata aus Brela können Sie hier auch übernachten.
Dupci/Vruja
Ein Ort an dem vieles zusammen kommt – eine Paläontologische Zone, ein Aussichtsturm sowie Gebirgspass, Kamm und Sattel, wo Winde entstehen und tollen. Die archäologische Ausgrabungsstätte mit Knochenbreccievon vor 500 000 Jahren v.Chr. Angeblich sollen ausgerechnet hier, die ersten kroatischen Siedler „Das Meer, das Meer ... „ gerufen haben. Die Felsen sind hier über 100 m über dem Meeresspiegel hoch. Hier entspringen zahlreiche Süßwasserquellen und ein Teil des Flusses Cetina. Die Quelle selbst befindet sich im Hinterland, in Vruja. Erleben Sie den schönen Anblick der großen Fischschwärme, die hier wegen des Futters und der Vermehrung zusammenkommen.
Die Höhle Medvidina
Der Strand Berulia und die Höhle Medvidina waren einst der Lebensort der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Die Robbe war auch die Namensgeberin für die Höhle. Diese Robbenart ist eine der am meisten gefährdeten Säugetiere. Hierzulande wird sie noch Seebär oder Seemensch genannt. Oft kam es zur Zerstörung der Fischernetze, was die Robbe bald zum Feind des Menschen machte. Sie war in den 1960ern von der Küste der Adria verschwunden, jedoch wird sie in letzter Zeit wieder gesichtet.
Bijankovićev bor
Der Kiefernbaum Bijankovićev Bor war einer der schönsten und bekanntesten Kieferbäume in Brela. Er wuchs aus dem Stein und erreichte ein Alter von 300 Jahren, als er beim Bau des Hotels „Soline“ aus Unachtsamkeit zerstört wurde. Unter der Baumkrone saß und meditierte der große Liebhaber Brelas – der Bischof von Makarska Nikola Bijanković (1645-1730). Der Bischof hat sich zeit seines Lebens für Brela und die Bewohner Brelas eingesetzt. An der Stelle des alten Baumes wurde dem Bischof zu Ehren ein junger Baum gesetzt und eine Straße benannt. Der Bischof hatte nach einer siegreichen Schlacht gegen die Türken bei Sinj 1715 in Brela die Kirche der Muttergottes vom Siege (heute Kirche der Muttergottes von Karmel) bauen lassen.
Zivile bauwerke
Die befestigten Wehrtürme in Soline sind im Komplex des Filipović-Hauses angesiedelt, sie waren als Wohnstätten errichtet worden, hatten jedoch auch die Funktion, Einfälle der Osmanen abzuwehren. Als diese Gefahr gebannt war, wurden beide Türme als Wohnobjekte genutzt.